Klettern am Arlberg: Klettertouren & Klettersteige

Karhorn Klettersteig Westgrat
Karhorn Klettersteig Westgrat

Die wunderschöne Region rund um Lech am Arlberg ist ein einmaliges Naturerlebnis, ein riesiger Abenteuerspielplatz für Jung und Alt und ein Paradies für Kletterer. Zahlreiche alpine Kletterrouten und gut gesicherte Klettersteige bieten neben sportlicher Betätigung grandiose Tiefblicke ins Tal, spektakuläre Aussichten auf die Vorarlberger & Tiroler Alpen und zu jeder Jahreszeit eine gute Gelegenheit, die Schönheit, Kraft und Ruhe der Berge zu erleben. Der attraktive Ort Lech am Arlberg, der durch sein vielseitiges Angebot, seine gemütliche Atmosphäre und seine herzlichen Bewohner besticht, ist dabei ein guter Ausgangspunkt für Klettertouren unterschiedlichen Niveaus.

Einstieg zum Aufstieg

Sicherheit hat beim Klettern oberste Priorität. Das nötige Wissen um Kletter- und Sicherungstechniken und natürlich auch praktische Anleitung bieten in Lech am Arlberg Bergführer und Kletterschulen. Dort erfahren Sie nicht nur alles Nötige über die technische Seite des Kletterns, sondern auch viele interessante Fakten über die einzigartige Natur am Arlberg. Zudem schulen Sie natürlich Ihre Beweglichkeit, Kraft und Gleichgewichtsgefühl. Kletterkurse werden unter anderem im Klettergarten Spullersee in Lech oder vor der landschaftlich schön gelegenen Konstanzerhütte veranstaltet. Anfänger können die Faszination des Kletterns auch an der Kletterwand des Sportparks Lech kennenlernen. Jeden Dienstag und Freitag kann man hier ab 16 Uhr Schnupperklettern, außerdem gibt es nach Vereinbarung Privatstunden und Kletterabende für Kinder ab sieben Jahren. Fortgeschrittene können die Kletterwand natürlich bei schlechtem Wetter nutzen, um an ihrer Technik zu arbeiten oder einfach nur Spaß zu haben.

Nervenkitzel und Kletterspaß auch für Leute ohne Vorkenntnisse bietet der Abenteuerpark Schröcken. 42 Seilparcours über dem Wildbach, im Wald und am Felsen ermöglichen nach kurzer Einweisung das selbstständige Klettern in drei bis 15 Meter Höhe. Der Kletterpark ist auch für Kinder ab einer Körpergröße von 1,40 Metern, geeignet.

Klettern im Sommer

Bei Lech am Arlberg und in der näheren Umgebung gibt es unzählige Klettermöglichkeiten. Beliebt zum alpinen Klettern sind zum Beispiel die Roggalkante, der Roggspitz, das Platnitzerjoch, die Rote Wand und der Patteriol Nord – Ostgrat.

Der bekannte Arlberger Klettersteig (ca. drei Kilometer) bietet traumhafte Ausblicke. Die Route erfordert aber einiges Können und eine gute Kondition. Wie bei allen Gebirgstouren sollte man den Wetterbericht aufmerksam verfolgen und bis zum Frühsommer damit rechnen, besonders in den Scharten (Zwischenabstiegen) und an der Nordseite noch Schneefelder anzutreffen. Falls das Wetter doch nicht mitspielt oder die Erschöpfung naht, kann man auf dem Weg zur Weißschroffenspitze mehrere Abstiegsmöglichkeiten nutzen.

Der Karhorn Klettersteig in Warth ist mit der Steffisalp-Bahn zu erreichen. Der erste Teil bis zum Karhorn-Gipfel ist im Schwierigkeitsgrad A-B und relativ gut machbar. Wer möchte kann hier über einen Wanderweg direkt absteigen. Oder man geht noch den 600m langen Westgrat-Klettersteig im Schwierigkeitsgrad C-D weiter. Aufgrund des relativ losen Gesteins ist eine komplette Klettersteig-Ausrüstung inklusive Helm unbedingt zu empfehlen.

Eine der wohl spektakulärsten Klettertouren der Ostalpen ist die anspruchsvolle Route auf den Patteriol im III und IV Schwierigkeitsgrad. Ausführlichere Informationen über verschiedene Kletterrouten bietet ein Kletterführer für die Bergwelt um Lech, der für fünf Euro bei Lech Zürs Tourismus erhältlich ist.

Klettern im Winter – Eisklettern & Winter-Klettersteig

Das Klettern auf einem der vielen zugefrorenen Wasserfälle rund um den Arlberg ist ein ganz besonderes Abenteuer. Das Alpincenter Lech bietet Schnupper- und Übungsklettern im Eisklettern sowie längere Eis-Touren für erfahrene Eiskletterer an.

Alpines Winterbergsteigen vom Feinsten verspricht der Winterklettersteig im Arlberger Rendlschigebiet, der etwa drei Stunden dauert und mit Drahtseilen gesichert ist. Während der Überquerung des steilen Grad sind die Skier am Rucksack festgeschnallt. Nach dem anstrengenden Aufstieg folgt die Abfahrt durch das Malfontal.

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